Falt Prospekt SKEW



Artenschutz

Für den Artenschutz sind grundlegende Kenntnisse zur Art eine wichtige Voraussetzung. Daher hat die SKEW ab 1992 Untersuchungen zur aktuellen Verbreitung und Gefährdung von prioritären Arten eingeleitet: zuerst für die rund 40 europa- bzw. weltweit gefährdeten Arten in der Schweiz und ab 1997, in Zusammenarbeit mit dem Zentrum des Daten-Verbundnetzes der Schweizer Flora ZDSF, für rund 100 schweizweit gefährdete Arten. Die Ergebnisse sind in den Merkblättern Artenschutz zusammengefasst.

Die Untersuchungen haben gezeigt, dass einige Arten nur mit Hilfe sofortiger Aktionen erhalten werden können. Deshalb hat die SKEW ab 1995 Artenschutzprojekte, z.B. für den Goldblumigen Steinbrech (Saxifraga hirculus) und den Kleinen Rohrkolben (Typha minima), initiiert. Zur Zeit gibt es in der Schweiz zahlreiche Projekte für prioritäre Arten: die SKEW führt eine Datenbank über die laufenden Aktionen.

Wichtig ist, dass bei diesen Projekten die "Empfehlungen für eine sachgerechte Ex situ-Kultur und Wiederansiedlung bedrohter einheimischer Wildpflanzenarten" berücksichtigt werden.



Empfehlungen für Saatgut einheimischer Wildpflanzen

Das seit einigen Jahren zunehmende Ausbringen von Wildblumensaatgut in die Natur hat die SKEW veranlasst, "Empfehlungen zur Gewinnung und Verwendung von standortgerechtem Saatgut" aufzustellen (revidierte Version 2001). Sie haben das Ziel, der Verfälschung unserer Flora durch Einführen von gebietsfremdem Pflanzenmaterial entgegenzuwirken.

Die Empfehlungen enthalten, neben grundsätzlichen Richtlinien, ausführliche Artenlisten und geben an, aus welcher biogeographischen Region der Schweiz das Saatgut jeweils zu stammen hat. 



Invasive gebietsfremde Pflanzen

Die invasiven gebietsfremden Pflanzen (invasiven Neophyten) haben sich in den letzten Jahren auch in der Schweiz als Gefahr für die einheimische Flora bestätigt. Die SKEW hat folgende Grundlagen zu diesem Thema erarbeitet: Listen mit Neophyten, die in der Schweiz als invasiv oder potentiell invasiv gelten (Schwarze Liste und Watch-Liste), Einteilungsschlüssel für Neophyten, Infoblätter für invasive Neophyten, Rapport "Lagebericht und Handlungsbedarf".

Die SKEW führt diese Arbeiten im Auftrag des Bundesamts für Umwelt BAFU weiter und dient als Infostelle für invasive Neophyten in der Schweiz.