Die Roten Listen, die auf weltweiter, nationaler und regionaler Ebene aufgestellt werden, haben das Ziel, die gegenwärtige Gefährdungssituation der Arten darzustellen und müssen daher regelmässig aktualisiert werden. Sie sind ein unentbehrliches Werkzeug für die Naturschutz-Verantwortlichen und bilden als Ergänzungen zu den Gesetzen eine wichtige Entscheidungshilfe für die öffentlichen Behörden.
Schweiz:
- Rote Liste der gefährdeten Arten der Schweiz: Farn- und Blütenpflanzen 2002
-> Download: ZDSF
-> Bestellung (gratis) + Download: BAFU
Autoren: D. MOSER, A. GYGAX, B. BÄUMLER, N. WYLER, R. PALESE. Hrsg.: Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL; seit 2006: BAFU), Bern; Zentrum des Daten-Verbundnetzes der Schweizer Flora (ZDSF), Chambésy; Conservatoire et Jardin botaniques de la Ville de Genève, Chambésy.
Die Rote Liste 2002 wurde nach den neuen IUCN-Kategorien, Version 3.1 erarbeitet (siehe Gefährdungskategorien) und richtet sich nach der neuen Unterteilung der Schweiz in biogeographische Regionen des BUWAL (seit 2006: BAFU) 2001.
Von den 3144 evaluierten Taxa aller indigenen und neophytischen Pflanzen der Schweiz sind 990 (= 31.5%) gefährdet [50 in der Schweiz ausgestorben, 180 vom Aussterben bedroht, 321 stark gefährdet, 438 verletzlich] und 429 (=13.6%) potenziell gefährdet.
- Gefährdung der Farn- und Blütenpflanzen in der Schweiz mit gesamtschweizerischen und regionalen Roten Listen 1991
Autor: E. LANDOLT. Hrsg.: Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL; seit 2006: BAFU), Bern.
Von den 2'700 evaluierten einheimischen Pflanzenarten wurden 79 Arten als ausgestorben,
332 als stark gefährdet, 247 als gefährdet und 223 als selten eingestuft (siehe Gefährdungskategorien).
- Rote Liste der gefährdeten Arten der Schweiz: Moose. Ausgabe 2004
-> Bestellung (gratis) + Download: BAFU
Autoren: N. SCHNYDER et al. Hrsg.: Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL; seit 2006: BAFU), Bern.
Von den 1'093 beurteilten Arten und Unterarten sind 15 in der Schweiz ausgestorben, 61 vom Aussterben bedroht, 58 stark gefährdet und 282 verletzlich. Siehe auch: Bryolich
- Blaue Listen der erfolgreich erhaltenen oder geförderten Tier- und Pflanzenarten der Roten Listen 1998
Autoren: A. GIGON, R. LANGENAUER, C. MEIER, B. NIEVERGELT.
Veröff. Geobot.Inst. ETH Stiftung Rübel Zürich 129: 1-137 pp. & 180 pp. appendices.
Blaue Listen wurden von A. GIGON et al. erstmals für die Region der Kantone Aargau, Schaffhausen und Zürich entwickelt. Sie sind Verzeichnisse von Rote Liste-Arten, die durch Natur- und Umweltschutztechniken mindestens lokal erfolgreich erhalten oder gefördert worden sind.
Siehe auch: GIGON, A. & R. LANGENAUER (1998): Blue Data Books - an encouraging new instrument for restoration and conservation. Applied Vegetation Science 1: 131-138.; GIGON, A., R. LANGENAUER, C. MEIER & B. NIEVERGELT (2000):Blue Lists of Threatened Species with Stabilized or Increasing Abundance: a New Instrument for Conservation. Conservation Biology 14, No 2: 402-413.
- Europa:
- Rote Listen auf CD-ROM
Vol. 1: Mitteleuropa. Deutschland, Oesterreich, Schweiz, Liechtenstein, Südtirol
- Euro+Med Plantbase project -> Website of plant conservation data for Europe (im Aufbau)
- Weltweit:
- 1997 IUCN Red List of Threatened Plants
Die vom World Conservation Monitoring Center WCMC zusammengestellte globale Rote Liste zeigt, dass von den 270'000 auf der Welt bekannten Farn- und Blütenpflanzen nahezu 34'000 (12,5%) heute vom Aussterben bedroht sind.
- The World list of threatened trees 1997
Laut dieser vom WCMC aufgestellten Liste sind heute 7'300 (7,3%) der ungefähr 100'000 auf der Welt bekannten Baumarten gefährdet.








